Zwischen den Zeilen
In Deutschland herrscht ein striktes Drogenverbot. Dieses Verbot schließt allerdings nicht alle Varianten der bewusstseinsverändernden Rauschmittel, die zum Teil erhebliche psychische sowie physische Folgen verursachen, ein. Zu den illegalen Drogen zählen die sogenannten Harte Drogen wie Heroin, Ecstasy und Crack - was wohl allen mit einem gesunden Menschenverstand einleuchtet - aber auch Weiche Drogen, wie Cannabis - hier scheiden sich die Geister sehr extrem. Unter dem immer noch unantastbaren Dach der legalen Drogen haben es hingegen Nikotin, Koffein und Alkohol geschafft - neben etlichen mehr natürlich, die vorwiegend im medizinischen Bereich zu finden sind. Eine weise Entscheidung?
Diktator Geld
Nein von weise kann in Zusammenhang mit Drogen keine Rede sein, selbst wenn praktizierende Schamanen wohl eine andere Meinung dazu vertreten. Vielmehr ist es eine wirtschaftliche Entscheidung, denn in Anbetracht der Geschichte und Tradition des Alkohols beispielsweise, lässt sich die Wichtigkeit für den Handel erkennen. Ein weiteres Kriterium für die Legalität ist selbstverständlich auch die NICHT negative Beeinflussung der potenziellen Arbeitskraft - um es mal in der Wirtschaftssprache auszudrücken. Schließlich gelten auch Rituale wie das Grillen und Fußballspielen immer noch als gute Investitionsblasen. Doch gilt das tatsächlich auch für Alkohol?
Das Grenzspiel
Die Legalität von Alkohol ist umstritten (ohne das ernsthafte gesetzliche Folgen in erlösende Nähe rücken), denn angesichts der berauschenden Wirkung, der schnell erreichbaren Abhängigkeit und der zu erwartenden massiven körperlichen sowie geistigen Schäden bei übermäßigem Konsum, passt dieser durchaus in die Kategorie "Harte Drogen". Seit dem Jahre 1968 wird zumindest die Sucht nach Alkohol als eine gefährliche chronische Suchtkrankheit anerkannt, was entsprechende Hilfsmaßnahmen beziehungsweise Therapien sowie Aufklärungskampagnen ins Leben gerufen hat. Zum Teil findet man im Internet schon Extra Seiten für Alkoholiker. Dort kann jeder Hilfe ersuchen - doch Widerstand muss jeder für sich leisten.